Die Zenpraxis ist Zazen
Zazen ist die Haltung des Erwachens, die von Buddha Shakyamuni bis in die heutige Zeit überliefert wurde. Mit gekreuzten Beinen, geradem Rücken und ruhiger Atmung sitzend, werden Körper und Geist eins.
Zazen ist die Haltung des Erwachens, die von Buddha Shakyamuni bis in die heutige Zeit überliefert wurde. Mit gekreuzten Beinen, geradem Rücken und ruhiger Atmung sitzend, werden Körper und Geist eins.
Tägliches Leben
Alles ist Zen!
Unsere Linie: Sôtô Zen
Im Zen ist die Weitergabe von grösster Wichtigkeit.Die Lehre wird von MeisterIn zu SchülerIn weitergegeben, von Person zu Person, seit 2600 Jahren in einer ununterbrochenen Linie.
Buddha Shakyamuni
Der Zen geht auf Buddha Shakyamunis Erfahrung zurück. Er verwirklichte das Erwachen in der Dhyana-Haltung (Zazen, Zen-Meditation) in Indien, im 5 Jahrhundert vor unserer Zeit. Diese Erfahrung wird seither ununterbrochen von MeisterIn zu SchülerIn übermittelt. Die Zenpraxis beruht auf dieser Weitergabe.
Dōgen Zenji und Keizan Zenji
Eihei Dōgen (1200-1253) gilt als der Begründer der Sōtō-Schule des Zen-Buddhismus in Japan. Sein schriftliches Werk, seine Lehren und Regeln bilden die Grundlage für die Praxis in allen Dojos und Tempeln der Sōtō-Schule.
Keizan Jōkin (1268-1325) ist der Nachfolger in dritter Generation von Dōgen Zenji und „zweiter Gründer“ der Sôtô-Schule, für deren Verbreitung er sorgte.
Meister Taisen Deshimaru
Der 1967 aus Japan nach Paris gekommene Meister Deshimaru machte die Zazen-Praxis in ganz Europa bekannt und widmete sich 15 Jahre lang der Verbreitung des Zen, indem er Schüler ausbildete und zahlreiche Orte der Praxis gründete, darunter insbesondere den Zen-Tempel der Gendronnière. Er starb 1982 und hinterließ seinen Nachfolgern die Essenz seiner Lehre und die Aufgabe, den Zen-Weg in Europa weiterzugeben.
Meister Yuko Okamoto
Okamoto Roshi war mit Meister Kodo Sawaki und seinem Schüler Taisen Deshimaru gut bekannt. Er war eine große Unterstützung für das Sōtō-Zen in Europa und gab die Übertragung an Jikō Simone Wolf. Meister Okamoto verstarb im Frühjahr 2021.
Missen Michel Bovay (1944-2009)
Michel Bovay wurde 1944 in Monthey, im französischsprachigen Teil der Schweiz geboren. Schon bald zog er mit seiner Familie nach Basel, wo er eine Ausbildung als Schriftenzeichner absolviert und unter anderem als Bassist, Komponist und Leadsinger die Rockband „The Sevens“ gründete, die in den 60er Jahren Europaweit bekannt wurde.
1972 traf Michel Bovay den Zenmeister Mokudo Taisen Deshimaru bei einem Vortrag in Genf und beschloss, diesem für ein paar Monate nach Paris zu folgen. Er blieb zehn Jahre dort, wurde dessen Assistent und vertrauter Mitarbeiter und war massgeblich an der Verbreitung des Zens in Europa beteiligt.
Nach dem Tod von Meister Deshimaru 1982 wurde Michel Bovay einer der Hauptverantwortlichen für die Weitergabe dessen Lehre und folgte 1985 dem Wunsch seines Meisters, zurück in die Schweiz zu gehen. Hier konzentrierte er sich auf die tägliche Unterweisung im Zen Dojo Zürich, leitete Zazentage, Sesshins und Sommerlager im Tempel La Gendronnière in Frankreich und in der Schweiz.
Jikō Simone Wolf
Als Schülerin von Meister Taisen Deshimaru praktizierte Jikō Simone Wolf mit ihm in Paris und in La Gendronnière und verdankt ihm ihren Eintritt in den Weg (tokudo – Nonnenordination).
Ab 1982 gründete sie ein Zen-Zentrum in La Chaux-de-Fonds. 2004 erhielt sie die Dharma-Übertragung von Yuko Okamoto Roshi und wurde Mitglied der offiziellen Sôtô-Zen-Lehrer in Europa.
Mit den Praktizierenden, die sich im Laufe der Jahre um sie versammelten, gründete sie 2009 den Zen-Tempel Kōsetsu-ji, dessen Äbtissin sie ist und in dem sie derzeit wohnt.
Jikō Simone Wolf lehrt Zen in allen Momenten des täglichen Lebens, während Zazen und in den Unterweisungen, die bei Sesshins, Retreats und Workshops gegeben werden.
Sie ist außerdem Mitglied des spirituellen Rates und des Vorstandes der Association Zen Internationale und leitet seit vielen Jahren Sesshins und Workshops im Zen-Tempel La Gendronnière, wo sie zwei Jahre lang Äbtissin war.